Montag, 28. Mai 2018

Minijobber: Echt clever, so zu rechnen!



Ein Leser fragt: Ich habe gehört, dass ich ein paar Mal im Jahr einem Minijobber deutlich mehr zahlen kann als die 450 €, wenn der Minijobber entsprechende Mehrarbeit leistet. Heißt das, dass ich ihn beispielsweise im Weihnachts- oder Saisongeschäft dann einfach mehr beschäftigen darf?
Die Antwort: Der Reihe nach: Überschreitet das Arbeitsentgelt regelmäßig 450 € pro Monat, tritt Versicherungspflicht ein. Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der 450-€-Grenze führt hingegen nicht zu Versicherungspflicht. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum von bis zu 2 Monaten innerhalb eines Jahres zu sehen. Das heißt: 2-mal im Jahr kann es zu einer Überschreitung kommen.
Entscheidend hieran sind die beiden Wörter „nicht vorhersehbar“. Weihnachts- oder Saisongeschäft sind aber vorhersehbare Ereignisse, sodass Sie hier von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen können. Wohl aber bei unvorhergesehenen Ereignissen.

Wichtiger Hinweis!
Selbst wenn es durch das nicht vorhersehbare Überschreiten der 450-€-Grenze somit zu einem Verdienst von mehr als 5.400 € (= 450 € x 12) im Jahr kommt, schadet das nicht. Es bleibt trotzdem beim Minijob.

Mein Tipp:
Wenn Sie einen Minijobber über das Jahr gesehen nicht immer gleich beschäftigen können, z. B. weil im Saisongeschäft besonders viel Arbeit anfällt und in anderen Monaten weniger, können Sie aber flexibel agieren:

Inzwischen kommen nämlich auch für Minijobber flexible Arbeitszeitregelungen infrage. Sie als Arbeitgeber können dann einen festen monatlichen Betrag zahlen, obwohl Ihre 450-€-Kraft mal mehr und mal weniger arbeitet. Entscheidend ist dabei allerdings, dass das durchschnittliche monatliche Arbeitsentgelt in einem Jahr unter Berücksichtigung von zusätzlichen Zeitguthaben die Grenze von 450 € im Monat nicht übersteigt

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