Mittwoch, 16. Oktober 2019

Produktionsleiter für den Bereich Feinmechanik, Optik, Akustik gesucht.

Für einen international tätigen Klienten suchen wir einen Produktionsleiter in Festanstellung.
Das sind Ihre Aufgaben:
- Sie führen eine Produktionseinheit in einem Industrieunternehmen von 75 bis 150 Mitarbeitern.
- Sie führen, motivieren und entwickeln ein Team und verstehen sich dabei als Vorbildfunktion. 
- Sie stellen einen reibungslosen Prozessablauf in Ihrem Verantwortungsbereich sicher.
- Sie verantworten die Einhaltung von Qualität, Liefertreue und Kosten und richten Ihre Ressourcen entsprechend der SCM Planung proaktiv aus.
- Sie planen die Budgets hinsichtlich Personal, OpEx und CapEx.
- Sie analysieren die Grenzen aktueller Prozesse in Hinblick auf jetzige und zukünftige Anforderungen. Sie passen die langfristige Kapazitäts- und Technologieplanung in Abstimmung mit den relevanten Funktionen an.
- Sie initiieren Maßnahmen und Projekte zur Prozessoptimierung, Kostensenkung und Qualitätssteigerung. Sie setzen diese zusammen mit Ihrem Team in Abstimmung mit den relevanten Funktionen kontinuierlich und termingerecht um. 
- Sie partizipieren am Ausbau unseres Kennzahlensystems und treiben dessen Umsetzung in Ihrer Einheit voran.
- Sie arbeiten eng mit unseren anderen Werken zusammen. 
- Sie vertreten Ihre Abteilung und das Unternehmen gegenüber internen und externen Stellen.
Und das müssen Sie mitbringen:
- Sie verfügen über ein erfolgreich abgeschlossenes relevantes technisches Studium; idealerweise mit einer Weiterbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich.
- Sie blicken auf eine mindestens 10 jährige Berufserfahrung als Verantwortlicher einer hinreichend großen Produktionseinheit in der Industrie zurück, bevorzugt in der Einzel- oder Kleinserienfertigung qualitativ hochwertiger Produkte. Erfahrung mit Matrixorganisation ist von Vorteil.
- Ihre Leistungsbilanz belegt nachhaltige Erfolge bei der erfolgreichen Umsetzung von Veränderungsprozessen unter Einsatz relevanter Methoden und Werkzeuge, idealerweise auch KT.
- Sie verfügen über ausgeprägte analytische, planerische und konzeptionelle Fähigkeiten. Sie suchen die Nähe zum Shopfloor.
- Sie sind eine integre und offene Persönlichkeit mit hoher Ziel- und Ergebnisorientierung, gutem Präsentations- und Kommunikationsvermögen sowie klarer Durchsetzungs- und Konfliktfähigkeit.
- Sie arbeiten selbständig und zuverlässig. Sie sind verbindlich im Auftreten.
- Sie sprechen Englisch verhandlungssicher; idealerweise auch Portugiesisch.
- Sie sind versiert im Umgang mit relevanten Software Applikationen und Tools wie Office, ERP, SFC.
Sprachanforderungen:
Deutsch:   C2
Englisch:   C1
Sie sollten 10 Jahre Erfahrung im geforderten Bereich mitbringen. Geboten wird ein unbefristeter Arbeitsvertrag. Sie haben Budget- und Mitarbeiterverantwortung. Reisebereitschaft muss vorhanden sein. Die Stelle ist ab 01.11.2019 zu besetzen. Der Arbeitsort ist in Hessen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Finden Sie sich in diesem Stellenprofil wieder? Bitte bewerben Sie sich mit Ihren Unterlagen, Ihrem Gehaltswunsch und Ihrem frühesten Eintrittstermin bei eichhorn-consulting, Marsweg 7, 45770 Marl, Tel. +49 2365-9740897 von Montag bis Donnerstag 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr Freitag von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr und nach Vereinbarung. Fax +49 2365-974294. Mobil: +49 175-3878959. Gerne per Mail: m.eichhorn@eichhorn-consulting.com. Sie haben keine Vermittlungskosten!
Ihr Ansprechpartner ist Michael Eichhorn.
Übrigens – Diskretion ist unser oberster Grundsatz!
Code 27/19
16.10.2019

Montag, 7. Oktober 2019

Altersteilzeit im Blockmodell - Urlaub für die Freistellungsphase.


Nach Beendigung eines Altersteilzeitarbeitsverhältnisses im Blockmodell besteht kein Anspruch auf Abgeltung von Urlaub für die sog. Freistellungsphase.

Der Kläger war bei der Beklagten im Rahmen eines Vollzeitarbeitsverhältnisses beschäftigt. Ab dem 1. Dezember 2014 setzten die Parteien das Arbeitsverhältnis als Altersteilzeitarbeitsverhältnis mit der Hälfte der bisherigen Arbeitszeit fort. Nach dem vereinbarten Blockmodell war der Kläger bis zum 31. März 2016 im bisherigen Umfang zur Arbeitsleistung verpflichtet und anschließend bis zum 31. Juli 2017 von der Arbeitsleistung freigestellt. Während der Dauer des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses erhielt er sein auf der Grundlage der reduzierten Arbeitszeit berechnetes Gehalt zuzüglich der Aufstockungsbeträge. Dem Kläger stand nach dem Arbeitsvertrag jährlich an 30 Arbeitstagen Urlaub zu. Im Jahr 2016 gewährte ihm die Beklagte an acht Arbeitstagen Erholungsurlaub. Der Kläger hat den Standpunkt eingenommen, für die Freistellungsphase der Altersteilzeit habe er Anspruch auf insgesamt 52 Arbeitstage Urlaub gehabt, den die Beklagte abzugelten habe.

Die Vorinstanzen haben die Klage abgewiesen. Die Revision des Klägers hatte vor dem Neunten Senat des Bundesarbeitsgerichts keinen Erfolg.

Nach § 3 Abs. 1 BUrlG beläuft sich der Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub bei einer gleichmäßigen Verteilung der Arbeit auf sechs Tage in der Woche auf 24 Werktage. Ist die Arbeitszeit eines Arbeitnehmers auf weniger oder mehr als sechs Arbeitstage in der Kalenderwoche verteilt, muss die Anzahl der Urlaubstage unter Berücksichtigung des für das Urlaubsjahr maßgeblichen Arbeitsrhythmus berechnet werden, um für alle Arbeitnehmer eine gleichwertige Urlaubsdauer zu gewährleisten (24 Werktage x Anzahl der Tage mit Arbeitspflicht geteilt durch 312 Werktage, vgl. BAG 19. März 2019 - 9 AZR 406/17 -). Einem Arbeitnehmer, der sich in der Freistellungsphase eines Altersteilzeitarbeitsverhältnisses befindet und im gesamten Kalenderjahr von der Arbeitspflicht entbunden ist, steht mangels Arbeitspflicht kein gesetzlicher Anspruch auf Erholungsurlaub zu. Die Freistellungsphase ist mit „null“ Arbeitstagen in Ansatz zu bringen. Vollzieht sich der Wechsel von der Arbeits- in die Freistellungsphase im Verlauf des Kalenderjahres, muss der Urlaubsanspruch nach Zeitabschnitten entsprechend der Anzahl der Tage mit Arbeitspflicht berechnet werden.

Bei einem Altersteilzeitarbeitsverhältnis im Blockmodell sind Arbeitnehmer in der Freistellungsphase weder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen noch nach Maßgabe des Unionsrechts Arbeitnehmern gleichzustellen, die in diesem Zeitraum tatsächlich gearbeitet haben. Diese Grundsätze gelten auch für den vertraglichen Mehrurlaub, wenn die Arbeitsvertragsparteien für die Berechnung des Urlaubsanspruchs während der Altersteilzeit keine von § 3 Abs. 1 BUrlG abweichende Vereinbarung getroffen haben.


Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 24. September 2019 - 9 AZR 481/18 -
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 13. Juli 2018 - 6 Sa 272/18 -