Montag, 30. November 2015

Was macht eigentlich … eine Führungskraft?

Zugegeben: Die Fragestellung hört sich an, als käme Sie direkt aus einem Beitrag der „Sendung mit der Maus“. Zu banal, zu einfach erscheint sie. Und sucht man doch ernsthaft nach einer Antwort, kommt man recht schnell ins Grübeln.
Mit einer ersten und oberflächlichen Definition („Naja, führen eben…“) geht es möglicherweise noch recht schnell. Soweit allerdings eine klarere Aussage notwendig wird, kommt man entweder ins Rudern oder wird äußerst wissenschaftlich. Wenn nichts mehr hilft, hilft in der Regel ja Wikipedia. Dumm nur, dass die Online-Enzyklopädie ausgerechnet bei diesem Begriff mehr Verwirrung stiftet als Licht in das Dunkel zu bringen. Schon im ersten Satz „behauptet“ Wikipedia, dass es sich „bei der Führung um eine von mehreren Managementfunktionen wie zum Beispiel Planung, Organisation, Führung oder Kontrolle handelt. Laut einer Studie des VDI besitzt eine Führungskraft „Budget- und /oder Personalverantwortung“. Mit ähnlichen Aufzählungen könnte man noch lange weitermachen. So wie es sich in den obengenannten Definitionen anhört, wird in zu vielen Unternehmen im Lande leider auch geführt. Es werden Zahlen geplant, Ziele definiert, Meetings organisiert, Abläufe gestrafft, Abteilungen reorganisiert, Aufgaben und deren Erledigung kontrolliert. Zeit für die Arbeit mit dem Menschen, der eigentlichen Führung, kann da kaum noch bleiben. Führung ist keine Frage von „oder“, Führung von Menschen ist die Kernaufgabe der Führungskraft. Alles andere ist Management!
Diese Unterscheidung ist von grundlegender Bedeutung, da Managementaufgaben planend und verwaltend sind, Mitarbeiter aber nicht geplant und verwaltet werden sollten… Wenn inklusive Wikipedia scheinbar gar nichts mehr hilft, ist es mitunter sinnvoll, die Dinge einfach zu gestalten. Ist es nicht das grundsätzliche Ziel einer Führungskraft, dass die Mitarbeiter Ihre Aufgaben bestmöglich erledigen? Ist es nicht ebenfalls so, dass Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Gründen noch nicht da sind, was die Führungskraft als „100%“ bezeichnen würde? Wenn wir diese beiden Fragen mit „Ja!“ beantworten, dann kommen wir schnell zu der Erkenntnis, das wir als Führungskraft das Wesen unserer Aufgabe darin sehen sollten, die Mitarbeiter da abzuholen wo sie sind (Ist – Zustand) und ins Ziel zu begleiten (Soll – Zustand). Oder anders gesagt: „Führung heißt, einen Mitarbeiter von A nach B zu begleiten.“ Wir sagen: Mit „Budget- und /oder Personalverantwortung“ hat dies nicht mehr viel gemein… oder?

Wenn Sie als Führungskraft Probleme mit dem beschriebenen Handling haben, sprechen Sie uns an, wir helfen gerne und diskret. 02365-9740897

Freitag, 27. November 2015

Arbeitsunfall

Bei einem Arbeitsunfall sollten Sie stets als Arbeitgeber Ihre Berufsgenossenschaft verständigen, wenn
- der Unfall zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen führt oder
- der Arbeitnehmer verstirbt
Als Arbeitgeber sind Sie nämlich verpflichtet, die Berufsgenossenschaft über den Arbeitsunfall zu informieren. Sonst kann die gesetzliche Unfallversicherung die Zahlung
- für die Heilbehandlung
- des Verletztengeldes
- für die Rehabilitation,
- der Berufsunfähigkeitsrente oder
- des Sterbegeldes
verweigern.

Die Folge: Ihr Mitarbeiter oder dessen Erben können von Ihnen als Arbeitgeber den Ersatz des entstandenen Schadens verlangen!

Zu diesem Problemkreis gehören auch stets Wegeunfälle, also Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Auch hier gilt: Bei geringsten Zweifeln, ob es sich eventuell um einen Arbeitsunfall handeln könnte, melden Sie den Unfall der Berufsgenossenschaft.

Denn die Abgrenzung ist nicht immer einfach, wie dieser Fall des Landessozialgerichts Hessen zeigt (Urteil vom 01.09.2015, Az.: L 3 U 118/13):

Ein Arbeitnehmer wollte zur Arbeit fahren und erkannte, dass sich ein Stau gebildet hatte. Daraufhin entschied er sich, auf der Bundesstraße zu wenden. Die Folge: ein schwerer Verkehrsunfall. Der Arbeitnehmer hielt die Kollision für einen Arbeitsunfall, obwohl er ja den direkten Weg zur Arbeit verlassen hatte. Als die Berufsgenossenschaft Leistungen verweigerte, wurde geklagt. Und das Landessozialgericht Hessen entschied, dass es sich um einen Arbeitsunfall gehandelt hatte. Denn: Wer auf dem Weg von oder zur Arbeit verunglückt, ist unfallversichert. Das gilt auch, wenn Ihr Mitarbeiter nicht den direkten Weg wählt. Kann er glaubhaft versichern, dass er den Umweg gefahren ist, um einem Stau auszuweichen, besteht der Versicherungsschutz.

Donnerstag, 26. November 2015

Wie Sie die Tier-Typologie für Ihre Meetings nutzen und damit begeistern!

Wollen Sie, dass Ihre Meetings effektiv und möglichst ohne viele Reibungsverluste ablaufen? Dann sollten Sie auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten im Meeting individuell eingehen. Mit der folgenden Tier-Typologie können Sie die Teilnehmer schnell einordnen.

1. Das "Reh" ist ein sehr zurückhaltender Teilnehmer. Locken Sie ihn aus seinem Versteck hervor. Sprechen Sie ihn direkt an und stellen Sie ihm konkrete Fragen, um Informationen von ihm zu erhalten. Beispiel: "Wie können Sie die Abrechnung aus Sicht der Buchhaltung organisieren, Frau Berger?"

2. Der "Hund" tut lauthals seine Meinung kund. Er ist oft gereizt, aggressiv und fällt anderen ins Wort, will aber niemandem wirklich etwas Böses, gemäß dem Sprichwort: Bellende Hunde beißen nicht. Bewahren Sie Ruhe und stoppen Sie den Unterbrecher: "Bitte lassen Sie erst Herrn Meier seine Sichtweise darlegen." Bitten Sie den Aggressor dann um sachliche Begründungen: "Warum sind Sie dieser Ansicht?" Sie können auch Redezeitbegrenzungen einführen, wenn er sich überhaupt nicht bremsen lässt: "5 Minuten Redezeit; bitte halten Sie sich daran." Oder Sie übergeben ihm in Zukunft die Aufgabe des Protokollierens. Dann ist er beschäftigt.

3. Der "Igel" fühlt sich schnell angegriffen. Deshalb nörgelt und kritisiert er gern, egal ob zu Recht oder zu Unrecht. Auch hier hilft Ihre Bitte um Sachlichkeit: "Bitte erläutern Sie uns detailliert, was Sie an dem Vorschlag stört." Denken Sie dabei immer daran: Kritische Aussagen sind nicht nur nervig, sondern meist auch wertvoll, denn sie decken Fehlerquellen auf.

4. Die "Gans" ist ein typischer Vielredner. Unterbrechen Sie sie gezielt, weisen Sie sie auf die Redezeitbegrenzung hin und entziehen Sie ihr das Wort, wenn sie sich gar nicht bremsen lässt: "Herr Krüger, Sie haben die Redezeit überschritten. Ich gebe das Wort jetzt an Frau Berger." Binden Sie auch "Gänse" in konkrete Aufgaben wie z. B. die Protokollführung ein.

5. Das "Nilpferd" taucht ab und bringt sich kaum ein - weil es sich für das Thema nicht interessiert. Mit konkretem Nachfragen können Sie es an die Wasseroberfläche locken: "Frau Woller, was würden Sie als Sachbearbeiterin noch von unseren Kunden wissen wollen?"

6. Der "Fuchs" stellt gerissene Fragen und scheut auch nicht davor zurück, Sie damit in eine Falle laufen zu lassen und offen Ihre Kompetenzen anzuzweifeln. Bleiben Sie sachlich und lassen Sie sich nicht in einen Machtkampf verwickeln. Wenn Sie die Fragen des "Fuchses" knapp und sachlich beantworten, ist auch er integrierbar.

7. Der "Affe" lockert die Runde auf. Er hat zu allem und jedem einen witzigen Kommentar. Nutzen Sie seine Kreativität und seinen Humor, denn ein Affe ist bei seinen Kollegen meist beliebt. Stellen Sie ihm gezielte Fragen und lassen Sie die Gruppe zu den Aussagen des "Affen" Stellung beziehen: "Herr Seiwert will uns offensichtlich auf humorvolle Art deutlich machen, dass unsere Reklamationsbearbeitung suboptimal ist. Was können wir verbessern?"

8. Das "Pferd" ist ein angenehmer Zeitgenosse - interessiert und engagiert am Thema. Die Äußerungen des "Pferdes" sind sachlich und überlegt. Mit "Pferden" haben Sie im Meeting  kein Problem.

Übrigens: Sie haben Personalprobleme? Sie suchen Personal? Sprechen Sie uns an: 02365-9740897 Wir finden sicher die richtigen Lösungen.
Gute Beratung beruht auf Vertrauen und Kommunikation. Nur ein offener Umgang mit den Aufgaben und Problemen  macht tragfähige Lösungen für ihre Zukunft möglich. Beratung ist immer eine gemeinsame Leistung.


Mittwoch, 25. November 2015

Imageschaden droht: Sorgen Sie für ein optimales Bewerbungsverfahren


Ihre Imagepflege als Arbeitgeber fängt schon beim Bewerbungsverfahren an. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die Bewerber schlechte Erfahrungen im Bewerbungsverfahren für sich behalten haben. Was gut und was schlecht gelaufen ist, wird heutzutage ganz schnell via Facebook & Co. verbreitet. Hinzu kommen Arbeitgeber-Bewertungsportale wie Kununu. Dort wird ganz schnell Frust abgeladen, und die ganze Welt kann sehen, welche Erlebnisse der Bewerber im Bewerbungsprozess hatte. Und:

Jeder Zweite empfindet seine Erfahrungen nicht als positiv!

Das Erschreckende: Aus Sicht der Bewerber ist fast alles verbesserungsfähig. Angefangen vom Online-Bewerbungsformular bis hin zum Vorstellungsgespräch. Das heißt für Sie: Machen Sie eine kritische Bestandsaufnahme Ihres Bewerbungsprozesses. Besonderen Wert legen die Bewerber auf folgende Aspekte:
- Persönliche Kontakte und Kontaktpflege während des Bewerbungsprozesses müssen überzeugend sein.
- Schnelligkeit ist Trumpf! Lassen Sie sich nicht zu viel Zeit für den Bewerbungsprozess. „Pflegen“ Sie Ihre Bewerber, etwa durch kurze Kontaktaufnahmen zum aktuellen Stand des Verfahrens.
- Besonders bekannte Unternehmen mit starken Marken müssen auch im Bewerbungsprozess überzeugen.
- Überprüfen Sie jeden einzelnen Schritt Ihres Bewerbungsverfahrens. Von der Stellenanzeige bis zur Absage – es lohnt sich!

Besser: Lassen Sie uns das passende Personal suchen. Sie haben keine Last mehr mit:
- Auswahl der richtigen Bewerber
- Einladungen zum Vorstellungsgespräch
- Absagen der restlichen Bewerber.
Sprechen Sie mit uns Ihre Bewerbungswünsche ab!
Rufen Sie uns an: 02365-9740897

Dienstag, 24. November 2015

Sie wollen sich beruflich verändern?

Sie wollen sich verändern, suchen eine neue berufliche Position möchten in Ihrem Beruf weiter aufsteigen – dabei helfen wir Ihnen.
Als langjähriges Unternehmen im Bereich der Personalberatung bieten wir Ihnen die Hilfe, die Sie benötigen um eine neue Stelle zu finden und zu besetzen.
Wir besitzen jahrelange Erfahrung in der Personalrekrutierung (auch Direktvermittlung) von
- Fach- und Führungskräften,
- Ingenieuren,
- Managern,
- Technikern.
Das Know-how unserer vieljährigen Erfahrung bildet die Basis das richtige Personal für unsere Klienten zu rekrutieren.
Unsere Philosophie steht für Zuverlässigkeit und Vertrauen. Das Fundament für eine erfolgreiche Suche nach dem richtigen Kandidaten bildet das Wissen um die Werte und Strukturen in einem Unternehmen. Unser Motto: der zukünftige Mitarbeiter muss ebenso zum Unternehmen passen wie das Unternehmen zum Mitarbeiter.
Wir stellen Sie kostenlos und diskret, mit Ihrem anonymisierten Lebenslauf vor - bei Unternehmen, die uns um Personal gebeten haben und die wir oft aus jahrelanger Zusammenarbeit kennen.
Per Mail stellen wir Ihnen die auf Sie passende Stelle vor und Sie sagen uns ganz einfach: „Passt“ oder „Passt nicht so“. Sollte Ihnen die Stelle zusagen laden wir Sie zu uns zum Vorstellungsgespräch um Sie näher kennen zu lernen. Dabei prüfen wir natürlich, ob Sie in das Unternehmen passen. Erst wenn wir „grünes Licht“ geben, werden wir das Unternehmen bekannt geben und auch dem Unternehmen Ihre Identität anzeigen.
Wenn es dann zu einem Vorstellungsgespräch kommt, bieten wir Ihnen an, Sie dabei zu begleiten, denn viele Führungskräfte haben lange keine Bewerbungsverfahren durchlaufen.
Gerne arbeiten wir Ihre Bewerbungsunterlagen auf, helfen beim Lebenslauf und coachen Sie, um Sie auf das Vorstellungsgespräch perfekt vorzubereiten.
Für diese zusätzliche Dienstleistung erheben wir eine geringe Gebühr, je nach zeitlichem Aufwand.
Beim Wechsel von einer zu nächsten Arbeitsstelle kann man viele Fehler machen, die später nicht mehr zu korrigieren sind, hier helfen wir Ihnen das Risiko zu minimieren.
Diskretion wird bei uns GROSS geschrieben, so erfährt das suchende Unternehmen erst wer Sie sind, wenn Sie uns die Freigabe dazu geben.
Wenn Sie mehr über unsere Arbeit erfahren möchten und wie wir Ihnen helfen können, vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin mit uns.

eichhorn-consulting
Marsweg 7
45770 Marl
Tel: 02365-9740897
e-Mail m.eichhorn@eichhorn-consulting.com

Montag, 23. November 2015

Bekommen Sie eine leistungsgerechte Entlohnung?

Eine leistungsabhängige Entlohnung ist für viele Arbeitgeber richtigerweise besonders wichtig. Denn so kann die Motivation und die Leistung von Arbeitnehmern effektiv gesteigert werden. Dabei gibt es viele Möglichkeiten der leistungsabhängigen Vergütung, hier einmal die wichtigsten:

- Gratifikation/13. Monatsgehalt
- Bonus
- Prämie
- Gewinnbeteiligung
- Provision
- Akkordlohn
Bei der Vielzahl an arbeitsvertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten darf nur eins nicht geschehen: Sie dürfen das wirtschaftliche Risiko nicht auf den Arbeitnehmer verlagern. Das macht eine entsprechende Vereinbarung unwirksam. So war es in einem vom Landesarbeitsgericht Hamm entschiedenen Fall (Urteil vom 21.04.2015, Az.: 14 Sa 1249/14).

Ein Mitarbeiter in einem Steuerbüro erhielt eine leistungsabhängige Vergütung. Der Provisionsanteil betrug zwei Drittel seiner gesamten Bezüge. Er erhielt ein Grundgehalt und war zu 30 % an den gegenüber den Mandanten des Steuerbüros abgerechneten Leistungen beteiligt. Nun gab es Streit, da der Arbeitgeber der Auffassung war, dass der Steuerfachgehilfe nur an erledigten, abgerechneten und bezahlten Umsätzen zu beteiligen sei. Der Arbeitnehmer klagte daraufhin das Geld ein. Er hielt die Vergütungsvereinbarung für sittenwidrig, da er davon abhängig war, dass das Steuerbüro auch tatsächlich die Ansprüche durchsetzt.

Und mit seiner Klage war er auch vor dem Landesarbeitsgericht Hamm erfolgreich. Denn Vergütungsvereinbarungen sind sittenwidrig, wenn Arbeitnehmer mit dem Betriebs- oder Wirtschaftsrisiko des Arbeitgebers belastet werden. Der Steuerfachgehilfe war davon abhängig, dass sein Arbeitgeber die Honoraransprüche auch tatsächlich durchsetzt. Verpflichtet war dieser dazu allerdings nicht. Und deshalb war die Vergütungsvereinbarung unwirksam.

Donnerstag, 19. November 2015